Sommerferien im Vergleich: Deutschland, Frankreich und Schottland
Frankreichs Sommerpause 2026 umfasst fast zwei Monate. In Deutschland sind mindestens sechs Wochen vorgesehen.
Zwei Balken, zwei unterschiedliche Aussagen
In Deutschland beträgt die Mindestdauer der Sommerferien sechs Wochen. Der deutsche Balken zeigt deshalb 42 Kalendertage als umgerechneten Mindestwert. Er bildet keinen konkreten Ferienzeitraum eines Bundeslandes ab. Die genauen Termine stehen in den Ferienkalendern der Länder. Frankreichs Balken zeigt dagegen einen datierten Zeitraum: Für die Zonen A, B und C beginnen die Sommerferien 2026 am 4. Juli; die Schülerinnen und Schüler kehren am 1. September zurück. Vom 4. Juli bis einschließlich 31. August sind es 59 Kalendertage. Für Kinder ohne Samstagsunterricht kann die freie Zeit schon nach dem Unterricht am Freitag beginnen.
Warum es keinen einzigen Wert für ein ganzes Land gibt
In Schottland bestimmen die lokalen Bildungsbehörden die Termine. Das Schuljahr beginnt gewöhnlich in der zweiten oder dritten Augustwoche und endet etwa Ende Juni. Daraus lässt sich eine Größenordnung erkennen, aber kein einheitlicher taggenauer Länderbalken ableiten. Auch Frankreichs Überseegebiete und Korsika dürfen nicht einfach mit den Zonen A, B und C gleichgesetzt werden. Deshalb vergleichen wir hier ausgewählte Schulsysteme und nennen die Abgrenzung direkt an der Grafik.
Sommerferien sind nicht die gesamten Schulferien
Aus einer langen Sommerpause folgt nicht automatisch mehr freie Zeit im ganzen Schuljahr. Dafür müssten auch Herbst-, Weihnachts-, Winter-, Osterferien und weitere freie Tage berücksichtigt werden. Außerdem braucht ein fairer Vergleich dieselbe Einheit: Kalendertage schließen Wochenenden ein, Unterrichtstage nicht. Wer eine Reise plant, sollte deshalb immer den Kalender der konkreten Schule prüfen. Die Grafik eignet sich zum Entdecken von Unterschieden, nicht als persönlicher Ferienkalender.